Was bringt das E-Kennzeichen am Elektroauto?

29 Jul

Was bringt das E-Kennzeichen am Elektroauto?

Seit September 2015 gibt es für Elektroautos ein E-Kennzeichen. Dabei handelt es sich um ein amtliches Kfz-Kennzeichen mit dem E-Zusatz, ähnlich wie das H-Kennzeichen beim Oldtimer. Was steckt dahinter?

 

Bekanntermaßen gibt es immer noch das von der Bundesregierung ausgegebene Ziel, bis 2020 eine Millionen Elektrofahrzeuge auf den deutschen Straßen zu haben. Wir sind immer noch weit davon entfernt.

Hier kommt das im März 2015 beschlossene Elektromobilitätsgesetz (EmoG) ins Spiel. Das ermöglicht den Haltern der E-Mobile ein spezielles Kennzeichen zu führen, welches ihnen einige „Bevorrechtigungen“ gewährt. Die Politik erhofft sich eine breitere Akzeptanz der Stromer und vor allem eine höhere Marktdurchdringung.

Wer hat Anspruch?

Das EmoG listet sehr genau die berechtigten Fahrzeuge auf. Dabei handelt es sich um Elektroautos und Plug-in-Hybride gleichermaßen, die

  • eine Kohlendioxidemission von höchstens 50 Gramm je gefahrenen Kilometer haben oder
  • deren Reichweite unter ausschließlicher Nutzung der elektrischen Antriebsmaschine mindestens 40 Kilometer beträgt.

Welche Privilegien werden theoretisch erteilt?

Diese Privilegien sind möglich:

  • „für das Parken auf öffentlichen Straßen oder Wegen“
  • „bei die Nutzung von für besondere Zwecke bestimmten öffentlichen Straßen oder Wegen oder Teilen von diesen“
  • „durch das Zulassen von Ausnahmen von Zufahrtbeschränkungen oder Durchfahrtverboten“
  • „im Hinblick auf das Erheben von Gebühren für das Parken auf öffentlichen Straßen oder Wegen“

Theoretisch werden den Besitzern von Elektroautos mit E-Kennzeichen also nun gratis Parken, dasBenutzen von Busspuren und erweiterte Zufahrtsrechte gewährt. Das hängt allerdings immer an den jeweiligen Kommunen und den dort geschaffenen Voraussetzungen.

Wenn sich also die Fraktionen im Rathaus nicht auf die potentiellen Parkflächen oder Zufahrtswege einigen können, bringt das E-Kennzeichen nicht viel.

Kostenloses Parken beim Tanken geht mit den Superchargern von Tesla auch ohne E-Kennzeichen...

Was kostet das E-Kennzeichen?

Wenn man ein berechtigtes Fahrzeug hat, kann auf der Zulassungsstelle das E-Kennzeichen erworben werden. Dafür fällt eine sogenannte Umkennzeichungsgebühr von 27 Euro an.

Dabei ist jedoch folgendes zu beachten: Das E-Kennzeichen darf nicht zu lang werden!

Durch den angehängten E-Zusatz benötigen aktuell siebenstellige Kfz-Kennzeichen dann acht Zeichen und damit die Engschrift, so dass alles auf die genormten Kennzeichen passt.

Mit Kennzeichen mit Engschrift haben aber so manche Kommunen ihre Probleme. Da muss dann also erst ein neues – kurzes, nur maximal sechsstelliges – Kennzeichen beantragt werden, bevor es zum E-Kennzeichen werden kann.

Wie steht ihr zum E-Kennzeichen? Haben wir vielleicht Elektroauto-Fahrer unter uns, die bereits mit dem E-Kennzeichen unterwegs sind und berichten können, warum sie sich für den Zusatz entschieden haben und ob er ihnen etwas bringt?

Bildquelle E-Kennzeichen: BMVI

Quelle Drive-Blog

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23 Jun

Alarmierend: Beinahe jedes 4. Auto hat erhebliche Mängel

Die TÜV Süd GmbH konnte mit ihrem diesjährigen Report nur einen kleinen Hoffnungsschimmer vermelden. Die Zahl der Fahrzeuge mit erheblichen Sicherheitsmängeln sank um 0,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die absolute Zahl aber gibt immer noch jede Menge Anlass zur Sorge. Bei insgesamt neun Millionen Hauptuntersuchungen fielen 22,6 Prozent aller Fahrzeuge mit teils erheblichen Mängeln auf und konnten ohne Nacharbeiten keine neue Plakette erhalten. Dies heißt nichts anderes, als dass immer noch Millionen unzureichend gewarteter Fahrzeuge auf deutschen Straßen unterwegs sind. Fachleute verweisen zurecht darauf, dass die Qualität der Fahrzeugteile insgesamt gestiegen ist und diese immer länger halten. Dies mag manche/-n Autofahrer/-in dazu verleiten, die vorgesehenen Serviceintervalle zu ignorieren. Damit gehen aber erhebliche Gefahren einher, gerade wenn die Schäden im Bereich der Beleuchtung, des Fahrwerks und der Bremsen liegen.

Mängel an diesen Bauteilen dürfen nicht ignoriert werden. Häufig ist es aber eben erst der Fachmann, der die Schwächen erkennt. Das mag auch daran liegen, dass sich Autofahrer an nachlassende Beleuchtung, verlängerte Bremswege und eine verschlechterte Straßenlage allmählich gewöhnen und die Differenz zum Normalzustand kaum mehr wahrnehmen. Gefährlich für einen selbst und andere Verkehrsteilnehmer sind solche Mängel aber allemal. Die sicherste Variante ist ganz einfach die Einhaltung der vom Fahrzeughersteller vorgesehenen Wartungsintervalle. Werden diese wirklich beherzigt, gibt es bei der Hauptuntersuchung selten etwas zu bemängeln. Der gute Tipp daher: Wer vor dem TÜV nicht zittern will, bucht eine Fahrzeuginspektion. Damit ist man vor Überraschungen – auch bei der Hauptuntersuchung – gefeit.

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26 Mrz

Zeit auf Sommerreifen zu wechseln

Mit den steigenden Temperaturen wird es für die Autofahrer wieder Zeit auf Sommerreifen zu wechseln

Besagt doch die Regel, Winterreifen von „O bis O“ zu fahren, also von Oktober bis Ostern.

Da bei einem Profil von unter 4 mm Winterpneus für den Einsatz in der kalten Jahreszeit nur noch bedingt tauglich sind, können sie im Sommer noch weitergefahren werden. Dabei muss jedoch beachtet werden, dass sie bei hohen Temperaturen schneller verschleißen als ein Sommerreifen und auch die Haftung der Winterspezialisten lässt im Sommerbetrieb nach.
Vor dem Wechsel auf Sommerreifen ist der Reifen aus dem Vorjahr auf Zustand und Profil zu untersuchen. Reifenexperten empfehlen für Sommerreifen aus Sicherheitsgründen, besonders in Hinblick auf Aquaplaningsituationen, eine Profiltiefe von mindestens drei Millimetern – sicher ist sicher, auch wenn der Gesetzgeber nur 1,6 Millimeter vorgibt. Außerdem dürfen am Reifen keine Schäden wie Risse oder Beulen zu sehen sein.
Auch wenn die Pneus vom Vorjahr noch auf Felgen aufgezogen sind, ist ein Auswuchten anzuraten. Bei unterschiedlich abgefahrenen Reifen, sollte die Fahrwerkseinstellungen überprüft werden – das dient sowohl der Sicherheit wie auch dem dadurch verlängerten Reifenleben. Beim Kauf eines neuen Reifensatzes sollte man vermeintliche Schnäppchen meiden. Eine gute Hilfestellung beim Reifenkauf bieten aktuelle Testberichte.
Die Reifen mit dem meisten Restprofil kommen auf die Hinterräder. 

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